Tipps und Tricks für Fortgeschrittene

Haftungsausschluss: Der Inhalt dieser Sektion bezieht sich auf meine persönlichen Erfahrungen basierend auf selbst durchgeführten Tests über die letzten Jahre auf unserer Strecke, Recherchen in diversen RC Foren, welche hauptsächlich von Profi RC Fahrern oder Fortgeschrittenen RC Fahrern besucht werden, unzähligen angeschauten Videos mit Tipps und Tricks von RC Profis hauptsächlich aus den USA, als auch persönlichen Konversationen mit diesen via Email oder Facebook Messenger. An dieser Stelle sei angemerkt, dass unser RC Hobby in den USA in einer komplett anderen Liga spielt als bei uns in Europa. Es lohnt sich deshalb gelegentlich auch in amerikanischen Foren / Facebook Gruppen / YouTube Videos über den aktuellen Stand der Technik zu informieren.

Allgemeines

In den folgenden Sektionen werden unter anderem diverse Produkte genannt und in Bildern dargestellt, welche ich aktuell im Einsatz habe. Es ist jedem selbst überlassen für welche Produkte man sich letztendlich entscheidet. Über die Jahre habe ich mit diesem Hobby auch viel Geld durch Fehlkäufe verbrannt (z.B. drei verschiedene Lötstationen, unzählige Reifenvarianten, Akkus etc). Ihr sollt natürlich auch eure eigenen Erfahrungen sammeln, aber gerade bei Anschaffungen die nicht gerade günstig sind, hilft es oft von den Erfahrungen anderer zu lernen.

Werkzeuge

Im RC Bereich gibt es Werkzeuge von unzähligen Herstellen. Ich habe beispielsweise mit hpi racing Werkzeugen begonnen. Nachdem die Innensechskantschlüssel irgendwann abgenutzt waren und Ersatz gekauft werden musste habe ich nach Werkzeugen gesucht, die etwas langlebiger sind und die Arrowmax Honeycomb Tools für mich entdeckt. Diese sind nunmehr seit zwei Jahren im Einsatz und haben keinerlei Anzeichen von Abnutzung. Die Zusatzkosten für die schwarz/gold Ausführung der Honeycomb Reihe bringen zwar null Mehrwert aber sehen dafür schön aus .

Die hier dargestellten Werkzeuge decken alle Einsatzzwecke für Tekno 1:8 Modelle ab. Andere Hersteller benötigen ggf. verschiedene Werkezuge und andere Grössen der entsprechenden Schlüssel. Was man genau benötigt, findet sich in der Regel in der entsprechenden Bauanleitung zum Bausatz.

 

-Nussschlüssel (7.0mm, 5.5mm, 5.0mm)

-Innensechskantschlüssel (3.0mm, 2.5mm, 2.0mm, 1.5mm)

-Body Reamer (um Löcher in Lexankarosserie per Hand zu bohren)

-4mm Arm Reamer (um die Querlenker vorn und hinten in denen sich die Gelenkbolzen befinden reibungsfrei zu bekommen)

-Halterung für Bohrer der Kolbenplatten (benötigt um per Hand die Löcher mit entsprechenden Bohrern in die Kolbenplatten zu bohren - mehr dazu in der Sektion über Kolbenplatten)

-Spur- und Sturz Werkzeug (damit man die Länge der Spur- und Sturzstangen anpassen kann)

-Weisser Marker (um auf die Differentiale die entsprechende aktuelle Füllung der Ölviskosität zu notieren z.B. 5k, 7k, 10k, 15k etc)

-Kugelschreiber (um ausgedruckte Setup Sheets auszufüllen)

-Kreuzschlitz (benötigt um Schraube des Servohorns am Servo zu befestigen)

-Multieinsatztool (dieses Werkzeug ist mein Favorit, da es so vielfälltig einsetzbar ist wie kein anderes. Zum einen hat es runde 3.0mm und 4.0mm Halterungen welche für den Zusammenbau der Stossdämpfer ideal sind, ohne diese zu beschädigen, wie es ggf eine Zange machen würde. Zudem kann man mit dem 17mm Sechskannt die Dämpfer perfekt verschliessen. Die Balllink Funktion dient dazu Pivotballs problemlos reinzudrücken und wieder herauszubekommen.)

-Messlehre (unabdingbar für viele Einsatzzwecke wie z.B. Messen von Droop, Federwegbegrenzer um die Fahrzeugzeughöhe links und rechts identisch einzustellen)

-Hobbymesser (schadet nie)

-Zange (um z.b. die kleinen Pins in den Differenzialen problemlos einzusetzen)

-Kugellagerdurchmesser (hilfreich den richtigen Durchmesser der Kugellager nach dem Reinigen zu bestimmen und es nach dem Ölen zu drehen, damit sich das Öl im gesamten Kugellager verteilen kann)

-Lexanschere (zum Ausschneiden einer Lexankarrosserie)

-17mm Nussschlüssel (zur Befestigung der Radmuttern an den Rädern)

Schraubensicherungsmittel

Schraubensicherungsmittel verwendet man ausschliesslich für Schrauben, welche sich in ein Metallgewinde schrauben lassen. Während sich das Model auf der Strecke bewegt entstehen Vibrationen. Diese Vibrationen führen bei Metall-auf-Metall Verbindungen dazu, dass sich die Schrauben entsprechend lockern können. Um dies zu verhindern verwenden wir Schraubensicherungsmittel, welche nach einer Wartezeit von bis zu 30min ausgehärtet sind. Es gibt für uns zwei relevante Arten von Schraubensicherungsmitteln: blau und rot. Die zu 95% verwendete ist die Blaue. Generell sollte man nur ganz wenig Schraubensicherungsmittel verwenden. Verwendet man zuviel kann die komplette Schraube im Gewinde verkleben und entsprechend Probleme bereiten diese aus dem Gewinde zu drehen.

 

An bestimmten Stellen mit sehr hoher Krafteinwirkung im Antriebsstrang ist es ratsam das rote Schraubensicherungsmittel zu verwenden. Dieses ist sehr fest und man sollte noch sparsamer damit umgehen, da man ansonsten die Schraube nicht mehr aus dem Gewinde drehen kann. Abhilfe schaft dann nur noch ein Feuerzeug oder Lötkoblen, um die Stelle sehr hoch zu erhitzen.

 

Ich selbst verwende die Rote nur für die kleine Madenschraube, welche das Ritzel am Motor befestigt, und an den Outdrives der vorderen und hinteren Differentiale, welche mit den Antriebswellen verbunden sind. An diesen drei Stellen treten durch den Motor sehr hohe Kräfte auf, welche mir regelmässig die Schrauben gelockert hatten als ich noch das blaue Schraubensicherungsmittel verwendet hatte.

Löten / Kabel

Das Löten hat mich bei meinen vorherigen Lötstationen fast immer in den Wahnsinn getrieben, sodass ich oftmals kapituliert hatte und Patricks Lötkünste in Anspruch genommen hatte. Der Grund dafür war immer die Qualität der Lötstation und Lötspitze. Damit das Löten Spass machen kann und zum gewünschten Erfolg führt, braucht es eine Lötstation mit viel Leistung und einen guten Lötkolben mit entsprechended grosser Lötspitze für den gewünschten Anwendungsfall. Nichts ist nerviger als eine Lötkolbenspitze, welche ständig zwischen kalt und warm wechselt und man genau den richtigen Zeitpunkt erwischen muss, an dem diese heiss genug ist. Oftmals hat dies zur Folge, dass man im schlimmsten Fall den Motor oder die ESC überhitzt, da die Lötspitze viel zu lange an der Lötstelle ist. Nachdem ich für zwei vermeintliche gute Lötstationen etwas Geld verbrannt hatte, die wie oben beschrieben funktionierten, habe ich etwas mehr Geld für eine gute Lötstation von Weller investiert. Seitdem macht das Löten sogar Spass, da die Hitze sofort im Lötkolben ist und bleibt.

 

Der richtige Lötzinn spielt für ein gutes Lötergebnis auch eine grosse Rolle. Ideal, aber inzwischen leider kaum auffindbar, ist Lötzinn mit giftigem Blei und Flussmittel. Die meisten Lötzinns enthalten heutzutage hauptsächlich nur noch Silber. Hudy (106290 - Ultimate Solder) hat glücklicherweise noch Lötzinn im Sortiment, welches 40% Blei und 60% Silber mit 3.3% Flussmittel beinhaltet.

 

Kabel gibt es in verschiedenen Durchmessern: 14awg, 12awg, 10awg usw. Je kleiner die awg Zahl desto grösser ist der Durchmesser des Kabeldrahts. Die Kabel zwischen dem LiPo Akku und der ESC sowie von der ESC zum Motor sind ausschlaggebend, wieviel Strom konstant fliessen kann ohne das Kabel zu überhitzen / überanspruchen. Verwendet man ein dünnes 14 awg Kabel kann dies konstant z.B. nur mit bis zu 25A belastet werden. 12 awg Kabel dagegen schon mit bis zu 35A und 10awg mit bis zu 45A. Verwendet man beispielsweise überall nur dünne 14 awg Kabel und belastet diese durch viele Vollgasstösse in kurzen Intervallen, werden diese sehr heiss und können ggf. die Lötstellen wegschmelzen. Bevor ich mich intensiver mit der Kabelthematik beschäftigt hatte und noch überall 14 awg Kabel im Einsatz hatte, ist mir das beschriebene Szenario bei einem 5mm Stecker passiert. Je nach ESC / Motor / ESC Einstellungen / Fahrweise fliest unterschiedlich viel Strom durch die Kabel. Für 1:8 ist eigentlich ein 10 awg Kabel ideal aber oftmals so dick, dass es Schwierigkeiten macht diese an die Pins der ESC zu löten. Minimal empfehle ich deshalb 12 awg Kabel zu verwenden und sollten es die ESC Pins erlauben am besten 10 awg Kabel.

Karrosseriedesign / Airbrush

Jedes Kit wird in der Regel mit einer transparenten und nicht lackierten Lexankarrosserie ausgeliefert. Diese sollte ausschliesslich mit dafür vorgesehener Lexanfarbe lackiert werden. Verwendet man herkömmliche Sprühdosen aus dem Baumarkt ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich die Farbe früher oder später von der Karrosserie wieder löst bzw. abblättert, da diese nicht flexibel genug für das Lexan ist. Möchte man die Karrosserie selbst lackieren, muss man zuerst die gesamte Karrosserie von Innen mit Wasser und etwas Seife reinigen sodass alle Rückstände und fettige Fingerabdrücke entfernt werden. Lackiert wird eine Lexankarrosserie im übrigen von Innen und nicht von Aussen. Deshalb ist es auch wichtig die äussere Schutzfolie erst nach dem Lackiervorgang zu entfernen. Bei mehrfarbigen Design beginnt man immer zuerst mit der dunkelsten Farbe und arbeitet sich dann zu den helleren Farben durch. Beachtet man dies nicht, vermischt sich die dunklere Farbe mit der helleren und die hellere Farbe hat nicht mehr den gewünschten Farbton. Acht geben sollte man auch bei mehrfarbigen Desgins, dass das Abdeckklebeband richtig fest aufgeklebt wird, da sonst die Farbe leicht unter das Abdeckklebeband fliesst und eine unsaubere Line die Folge ist.

 

Etwas professioneller ist das Lackieren mittels Airbrushpistole, Kompressor und Liquid Mask. Die Anschaffungskosten dafür sind jedoch nicht gerade günstig (400 CHF und mehr) sodass es sich für 1-2 Lexanlackierungen nicht wirklich lohnt. Für Clubmitglieder biete ich im übrigen an, Lexanbodies mit Aribrush für zu lackieren. Bei Interesse könnt ihr gern Kontakt mit mir aufnehmen. Ein paar meiner bisherigen Lackierungen für Clubmitglieder sind anbei. Die Farbwünsche werden meist vom Mitglied vorab geäussert und ich mache aufgrund bestehender Designs anderer Bodies einen Vorschlag wie es aussehen könnte. Flammen und typische 90er Jahre RC Designs mache ich jedoch nicht :).

Tekno EB 48.4 für Heiko Schmidt (dies war meine erste lackierte Karo nachdem ich mir das Airbrush Set zugelegt hatte)

Tekno EB48 2.0 für Danielle Miguel (leider gefällt es ihm so sehr, dass er sie nicht zerstören möchte und deshalb eine andere auf der Strecke fährt..)

Xray XB8 für Alex Maier

Associated RC8B3.1e für Daniel Saladin

Xray XB8 für Christian Faller

Temperaturen ESC / Motor / Akku / Lüfter

Wenn die Aussentemperatur im Sommer über 25°C liegt kann es vorkommen, dass die maximal empfohlenen Temperaturen von Motor, ESC und Akku überschritten werden. Dauerhaft kann dies dazu führen, dass die Hardware beschädigt wird und euch zukünftig als Briefbeschwerer dient. Im Normalfall hat jede ESC auch einen Lüfter sodass diese nicht sofort überhitzt. Man sollte jedoch bei hohen Aussentemperaturen gelegentlich die Temperatur der ESC überprüfen sodass diese nicht über 105°C liegt. Top End ESC's zeichnen auf Wunsch auch die Temperatur auf, welche man dann am PC auslesen kann.

Die Motortemperatur von brushless Motoren sollte nicht über 82°C liegen. An heissen Sommertagen und ohne den Betrieb eines extra Lüfters für den Motor kann diese bei einem 20min Lauf schnell über 100°C hochspringen. Langfristig zerstört dies den Rotor des Motors sodass dieser nicht mehr die Leistung erbringt, die er sollte. Ursachen für ein Überhitzen des Motors an weniger heissen Tagen sind meist ein Indiz für ein falsches (zu grosses) Ritzel oder ein zu enges Gearing des Ritzels/Mitteldifferentials bei dem es kein Spiel hat. Für Motoren wird deshalb gern ein extra Lüfter empfohlen damit dieser kühl bleibt. Ein gekühlter Motor hat an heissen wie auch kälteren Tagen immer eine bessere Effizienz und Wirkungsgrad.

Akkus sollten nach dem Einsatz niemals über 60°C heiss sein. Alles was darüber liegt kann bei richtigem Ritzel auch an fehlerhaften Einstellungen der ESC liegen. Hier ist meist das Drehmoment dafür verantwortlich. Zuviel Drehmoment äussert sich oftmals, wenn man Vollgas gibt und das Auto einen Wheelie macht, da die Kraft des Motors über die Räder durch zuviel Grip nicht auf den Kunstrasen gebracht werden kann. Ein Wheelie kann aber auch eine falsche Ölviskosität des Mitteldifferenzials sein bei dem die Kraftverteilung vermehrt auf die Hinterachse geht anstatt der Vorderache bzw einer guten Balance zwischen Vorder- und Hinterachse ist. Zum Messen der Temperatur von Motor und Akku ist eine Infrarotwärmepistole (siehe Bild) ganz hilfreich.

LiPo's und Ladetechnik

Ein LiPo (Lithium-Polymer) Akku ist in den heutigen elektrischen RC Modellen meist die Energiequelle. Diese gibt es mit einer verschiedenen Anzahl von Zellen, Kapazitäten und Entladeleistungen (C-Rate). Ich möchte mich hierbei auf das Minimum beschränken und die euch wichtigsten Tipps geben damit ihr langfristig Freude am Akku habt und diesen nicht regelmässig ersetzen müsst weil er sich z.B. aufbläht und entsorgt werden muss. Leider wird dem LiPo Thema nicht die notwendige Wichtigkeit geschenkt die sie eigentlich benötigt.

Für Buggies ist meist ein 4S LiPo die Praxis. Das heisst 4 Zellen mit je 3.7V Nominalspannung welche zusammenaddiert 14.8V ergeben. Die neusten LiPo's sind sogenannte LiHV (LiPo High Voltage) welche je 3.8V Nominalspannung pro Zelle besitzen. Vorteil dieser LiHV's ist, dass sie mit etwas mehr Spannung vollgeladen (Vergleich: LiPo vollgeladen hat 4.20V und LiHV 4.35V) werden können. Dies führt dazu, dass diese im aufgeladenen Zustand etwas mehr Leistung und Punch haben als normale LiPo's. Die Kapazität ist meist in mAh angegeben und gibt an, wieviel Energie im Akku gespeichert werden kann. Je grösser die Kapazität desto schwerer ist auch der Akku. Möchte man lediglich ein 10min Rennen fahren kann es daher von Vorteil sein einen Akku mit nur 5200mAh Kapzität zu verwenden der beispielsweise 470g wiegt als einen 6600mAh Akku welcher 570g wiegt. Wer langen Fahrspass sucht und ist mit einer grösseren Kapazität besser bedient insofern man für ausreichend Kühlung des Motors sorgt damit dieser nicht ständig überhitzt.

Die Entladeleistung wird auf Akkus mit der sogenannten C-Rate angeben. Diese Werte sollte man nicht zu Ernst nehmen. Aktuelle Wettbewerbs LiPos haben beispielsweise eine C-Rate von 115C. Dies bedeutet, dass der LiPo in der Theorie mit 115 x der Kapazität in Ah entladen werden kann. Nehmen wir hierfür als Beispiel einen Reedy Zappers SG3 15.2V LiHV mit 6400mAh und 115C. Der Hersteller möchte uns damit sagen, dass sein Akku mit bis zu 736A entladen werden kann. Würde man dies in der Praxis machen, würde einem der Akku um die Ohren fliegen. Zudem kann man aufgrund diverser Widerstände wie die Verbindung vom Akku über die dicke des Kabels nicht mit 736A den Akku entladen. Daher ist die C-Rate nicht wirklich wichtig und relevant für uns.

Ladegerät

Was macht ein gutes Ladegerät aus? Für mich zum einen die Möglichkeit zwei Akkus gleichzeitig mit 1C und bei Bedarf auch mal mit 2C Aufladen zu können und zum anderen die Einsicht in die "Gesundheit" der einzelnen Zellen anhand der Innenwiderstände. Möchte man sich kein Entladegerät kaufen ist es noch wichtig, dass das Ladegerät auch eine entsprechende Leistung zum Entladen liefert. Ladegeräte sollte man grundsetzlich jedoch nicht zum entladen verwenden da dies der Elektronik im Ladegerät auf Dauer schadet. Dies liegt daran, dass die Energie aus dem LiPo über das Ladegerät und dessen Lüfter abtransportiert werden muss. Aus dem Grund haben die meisten Ladegeräte auch einen sehr geringen Entladestrom / Entladespannung im Vergleich zum Ladestrom / Ladespannung. Oftmals beträgt die Entladung mit einem Ladegerät weit unter 1C was sehr lange Entladezeiten mit sich bringt. Ich habe anfangs mit dem Team Orion Advantage Touch Duo V-Max meine Akkus geladen und entladen. Das Aufladen mit 1C ging problemlos, da es 100W Ladeleistung pro Kanal liefert und mit bis zu 10A Ladestrom einen Akku aufladen kann. Dies ist völlig ausreichend für 2S oder 4S LiPos die ohnehin sogut wie nie mehr als 8000mAh Kapazität besitzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass es bereits das Netzteil integriert hat und man somit kein zusätzlliches Netzteil benötigt. Bezüglich der Innenwiderstände zeigt dieses Ladegerät jedoch nur die Summe aller Zellen an aber nicht die Werte der einzelnen Zellen. Grösstes Manko an diesem Ladegerät ist jedoch die geringe Entladeleistung von lediglich 15W und einem Entladestrom von maximal 5A.

Inzwischen verwende ich den Junsi iCharger 406 Duo und das Chargery S600 Plus Netzteil. Es sieht zwar nicht so sexy aus wie das von Team Orion Advantage Touch Duo V-Max aber hat dafür einige bessere Eigenschaften. 

Das Ladegerät an sich kann mehr leisten als das von mir verwendete Netzteil. Da ich jedoch ausschliesslich 4S Akkus damit auflade benötige ich kein Netzteil, welches 1400W Leistung liefern kann. Selbst das Chargery S600 Plus 600W / 25 A Netzteil kommt nie an seine Grenzen. Das Ladegerät an sich hat einen hocheffizenten und genauen Balancer mit <10mV, Akku Ansteck Antiblitz Schutz, Zyklenzähler der einzelnen Ladeprogramme, automatische Lüftersteuerung und kann mit bis zu 2x 40A Laden sodass man auch mal wenn es schnell gehen soll problemlos einen 7700mAh LiPo mit 2C aufladen kann insofern es der Akku unterstützt. Zudem bietet es eine Entladeleistung von 80W und Entladestrom bis zu 40A.

Entladegerät

Das ISDT FD-200 verwende ich zum Akkus entladen. Viele wundern sich warum man überhaupt ein Entladegerät benötigt, da man in der Regel auf der Strecke seine Akkus auflädt und dann leer fährt. Später gehe ich noch etwas auf den Prozess ein den man befolgen sollte, wenn man neue LiPos hat und diese zur Verwendung im Model bereit macht. Dafür ist ein Entladegerät von Vorteil und spart einem viel Zeit. 

Dieses Entladegerät benötigt kein Netzteil oder irgendeine Stromquelle. Man schliesst einfach den LiPo an das Gerät mit einem XT60 Stecker oder Adapter an. Dann stellt man über einen Knopf ein wieviele Zellen der Akku (2, 3, 4,5 oder 6S) hat und mit welcher Entladespannung (5, 10, 15, 20, 25A) der Akku entladen werden kann und drückt für 2-3s auf einen der Knöpfe und schon beginnt der Entladevorgang. Je nach Entladespannung kann der Lüfter im übrigen relativ laut werden. Installiert man sich dazu noch am Handy die "ISD GO" App kann man dazu noch die gewünschte Endspannung des LiPos für den Entladevorgang einstellen. Ohne die App wird automatisch auf den Standard 3.8V Storagewert entladen. Für den "Break-In" Prozess benötigt man jedoch die App, da man den Akku auf 3.7V und dann auf 3.6V entlädt.

5mm Stecker vs. Deans/XT60/EC5

Die meisten LiPos werden mit festverbundenen Strom- und Balancerkabeln ausgestattet. Die Stromkabel haben dann meist Deans, XT60 oder im Idealfall EC5 Stecker. Der Vorteil dieser Stecker ist vorallem das Verhindern vom versehentlichen Vertausch des Plus und Minus Pols. Der grosse Nachteil ist aber auch der entsprechende Widerstand zwischen LiPo und ESC. Man kann die dicksten Kabel verwenden die man möchte aber der Strom muss dennoch durch die Steckverbindung fliessen. Deans und XT60 verkraften beispielsweise maximal 60A. Brushless Motoren haben bei Vollgas jedoch auch manchmal Peaks welche über 70A liegen können. Aus diesem Grund ist es am einfachsten, wenn man sich einen unnötigen Widerstand zwischen Akku und ESC spart und direkt 5mm Stecker verwendet. Schaut man sich die Modelle der RC Elite an, so haben diese durch die Bank weg fast alle 5mm Stecker und LiPos ohne Kabel und Buchsen für die 5mm Stecker. Der Nachteil von 5mm Steckern liegt ganz klar in der Gefahr, dass man mal ausversehen Plus und Minus vertauscht und somit die ESC röstet und den LiPo zur Rauchbombe verwandelt. Zudem haben 5mm Stecker keinen Anti Blitzschutz wie es beispielsweise spezielle XT60 Stecker haben. Für die optimale Performance sollten jedoch 5mm Stecker verwendet werden. An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass ihr jetzt nicht eure LiPos mit Kabeln auf 5mm Stecker umlöten solltet. Dies kann und wird fatale Folgen haben, da die Stecker am Kabel des LiPos frei sind und sich berühren können und somit ebenso einen Kurzschluss zur Folge haben können. Die 5mm Stecker kann man nur verwenden, wenn man die Kabel von der ESC mit einem 5mm Stecker ausstattet und der LiPo keine Kabel hat und dafür eine Buchse für die 5mm Stecker.

LiPo Break-In Prozess

Sobald man sich einen neuen LiPo gekauft hat sollte dieser nicht sofort aufgeladen und dann im Modell leer gefahren werden. Viele machen dies und wundern sich dann weshalb die Performance des LiPos ehr mager ist obwohl er eigentlich mehr Punch haben und eine längere Laufzeit mit sich bringen sollte. Zudem wird dieser LiPo sehr sicher keine 200-300 Ladezyklen überleben und früher oder später aufblähen und sehr hohe Innenwiderstände aufweisen.

LiPos enthalten immer einen chemischen Stabilisierer damit dieser lang auf Storage in den Regalen der Verkäufer liegen kann. Der Break-In Prozess minimiert hauptsächlich diesen chemischen Stabilisierer. Anbei die entsprechenden Schritte damit man einen neuen LiPo entsprechend für eine lange Lebensdauer vorbereitet bevor man ihm im Modell einsetzen sollte:

 

1. Erste Ladung mit 0.5 C bis 4.20V/Zelle (LiPo) oder 4.35V/Zelle (LiHV)

2. Erste Entladung mit 0.5 C bis 3.7V/Zelle

3. Zweite Ladung mit 0.5 C bis 4.20V/Zelle (LiPo) oder 4.35V/Zelle (LiHV)

4. Zweite Entladung 0.5 C bis 3.6V/Zelle

5. Dritte Ladung mit 1C bis 4.20V/Zelle (LiPo) oder 4.35V/Zelle (LiHV)

6. Dritte Entladung mit 1 C bis 3.6V/Zelle

7. Vierte Ladung mit 1C bis 4.20V/Zelle (LiPo) oder 4.35V/Zelle (LiHV)

8. LiPo im Modell ganz gemütlich (kein Vollgas und ca 60% Gas) auf den ESC Cut-off (3.6V leer fahren)

9. Fünfte Ladung mit 1 C bis 4.20V/Zelle (LiPo) oder 4.35V/Zelle (LiHV)

10. LiPo im Modell ganz gemütlich (kein Vollgas und ca 80% Gas) auf den ESC Cut-off (3.6V leer fahren)

 

Jetzt ist der Break-In Prozess fertig und der LiPo kann wie gewohnt mit 1 C vollgeladen werden. Empfohlen wird jedoch ab jetzt nicht mehr bis 4.20V/Zelle sondern nur bis 4.15V bzw bei LiHV bis 4.30V anstatt 4.35V vollzuladen. Mehr dazu in der nächsten Sektion.

Richtiges Laden und Entladen

Was kann man schon beim Laden und Entladen falsch machen fragt ihr euch vielleicht?! Vieles :). Ich habe zu Beginn immer den Akku vollgeladen. Bei LiPos entsprechend auf 4.20V und LiHV auf 4.35V. Den ESC Cut-Off hatte ich auf den Werkseinstellungen von 3.2V. Die Fahrzeiten waren mega und teilweise bei 30-40min mit 8000mAh 2x2S Akkus. Nach weniger als 100 Ladezyklen haben dann jedoch meist die Akkus begonnen sich aufzublähen. Scheiss Akkus dachte ich mir und habe neue gekauft. Das gleiche Spiel nach einem halben oder einem Jahr wieder - Akkus aufgebläht. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr ständig neue LiPos zu kaufen da diese auch nicht gerade ein paar Rappen kosten. Deshalb habe ich begonnen mich etwas mehr mit dem Thema und Chemie der LiPos vertraut zu machen. Lange Rede, kurzer Sinn, wenn es jemanden interessiert gibt es dazu zahlreiche ausführliche Guides im Internet zum lesen. Der Umschwung kam als ich mich an zwei einfache Regeln gehalten habe.

 

1. Lade den LiPo nicht bis 100% sondern nur bis 95% seiner Kapazität in %. In Zahlen ausgedrückt heisst das, den LiPo nur bis 4.15V und LiHV bis 4.30V zu laden.

2. Entlade den LiPo nicht unter 20% seiner Kapazität in %. In Volt entspricht die 20% Grenze 3.73V. 

ESC Cut-off

Wie gerade eben erwähnt, sollte man den LiPo nicht unter 3.73V/Zelle entladen. Stellt an eurer ESC deshalb am besten den Cut-off auf 3.6V oder wer ganz sicher sein will auf 3.7V. Ich habe meinen auf 3.6V da der Cut-off unter Last des LiPos einsetzt. Lässt man den LiPo dann etwas liegen sodass er sich abkühlen kann nach dem fahren liegt die Spannung dann meist bei ca. 3.7V.

Storage

Einen LiPo im aufgeladenen Zustand zu lassen über mehrere Stunden/Tage schadet ihm und minimiert die Lebensdauer. Analog dazu ist ein entladener LiPo da die chemischen Prozesse den LiPo weiter entladen und er im schlimmsten Fall so tiefentladen wird und der LiPo entsorgt werden kann. Aus diesem Grund sollte man jeden LiPo sobald dieser nicht mehr in Verwendung ist auf den sogenannten Lagerwert von 3.80V (LiPo) oder 3.9V (LiHV) geladen werden. Zudem sollte man LiPos nicht am Vorabend aufladen und dann erst am nächsten Tag im Model leerfahren.

Innenwiderstände / Interne Resistenz

Die Thematik der Innenwiderstände wird wohl von den meisten garnicht beachtet bzw kaum jemand ist sich bewusst was diese Werte sind oder welche Werte gut oder schlecht sind. Neue gute LiPos haben in der Regel einen Innenwiderstandswert von 1-2mO pro Zelle. Viele Ladegeräte zeigen wenn überhaupt nur die Summe alle Zellen an sodass man nicht wirklich weiss wie es um jede einzelne Zelle steht. Im Lebenszyklus eines LiPos nehmen diese Werte eigentlich immer zu. Je höher der Wert desto wärmer wird sich der LiPo erwärmen. Ist einer LiPo nach jedem Einsatz über 50°C dann solltet ihr ggf. mal einen Blick auf die Werte der Innenwiderstände werfen. Wichtig dabei ist, dass man die richtigen Werte nur auslesen kann, wenn sich der Akku bei ca 22°C für mindestens eine Stunde im Ruhezustand lagerte. Daher am besten die Werte ablesen sobald man mit dem ersten Ladevorgang beginnt und nicht nachdem man ihn schon 4x am gleichen Tag aufgeladen hat und er keine wirkliche Ruhepause hatte. Die Innenwiderstände spielen auch eine grosse Rolle bei der Performance des Akkus. Je höher dieser Wert ist desto geringer ist die durchschnittliche Spannung mit welcher der Akku entladen werden kann. Entlädt man ihn über der durchschnittlichen Maximalspannung für einen entsprechenden Innenwiderstand erwärmt sich der Akku entsprechend stärker.

Damit man die Performance eines LiPos kurzfristig steigern kann gibt es einen kleinen Trick. Wie schon erwähnt sinkt der Wert des Innenwiderstands während des Gebrauchs und wenn der LiPo warm wird. Deshalb kann ein LiPo der eigentlich 5mO pro Zelle hat nach 2-3x fahren und direkt wieder aufladen plötzlich Werte von 2mO aufweisen. Je stärker der LiPo entladen wird desto geringer wird auch der Innenwiderstand. Aus diesem Grund ist ein Entladegerät welches mit 20A entladen kann hilfreich. Vor einem Rennen kann man den Akku auf 95% vollladen und dann mit einem Entladegerät mit 20A oder 25A direkt wieder entladen bevor man ihn wieder auf 95% auflädt kurz vor dem Rennen. Wichtig dabei ist das Timing damit der LiPo noch warm ist sobald das Rennen beginnt. Somit hat man die Innenwiderstände für das Rennen auf den kleinstmöglichen Wert reduziert und entsprechend mehr Performance des Akkus. Dies man sich mit etwas mehr Punch während des Fahrens bemerkbar.

Cycle'n

Damit der LiPo und dessen chemische Bestandteile ordentlich funktionieren und die volle Kapazität verwendet werden kann, sollte man gelegentlich seine LiPos cyclen. Das heisst im Endeffekt nichts anderes als 2-3x auf 95% volladen und auf 3.6V entladen. Da der Entladeprozess wieder unter Last stattfindet ist die Endspannung von 3.6V wieder ehr im grünen Bereich von ca 3.7V unter Ruhe.

LiPo Checker

Ein LiPo Checker ist ein ganz nützliches Tool, um den Spannungswert jeder einzelnen Zelle des LiPos auszulesen ohne das man es an das Ladegerät anschliessen muss. Wenn man mehrere LiPos hat und nicht mehr weiss welcher leer und voll geladen ist kann dies ganz nützlich sein. Man verbindet dazu einfach das Balancer Kabel des LiPos an den Checker und bekommt dann die Werte angezeigt. Etwas moderne LiPo Checker zeigen auch noch die Restkapazität in % an neben der individuellen Zellspannung.

Technik

Die nachfolgenden Empfehlungen beziehen sich auf unsere Rennstrecke welche mit Kunstrasen ausgestattet ist. Für Lehm, Dirt oder andere Untergründe sind bestimmte Empfehlungen nicht geeignet und benötigen ggf. andere Einstellungen.

Motor

In der Regel verwenden wir für unsere 1:8 Modelle meistens alle sogenannte brushless Motoren. Wie der Name bereits sagt, besitzt dieser Elektromotor keine Metallbürsten. Bei brushless Motoren verfügt der Rotor über Festmagnete mit unterschiedlichen Polen. Im umgebenden Gehäuse sind mehrere Spulen verbaut, welche durch den elektrischen Strom ein eigenes Magnetfeld erzeugen. Dieses zieht die Festmagnete des Rotors an und stösst ihn wieder ab. Dadurch setzt sich der Rotor in eine drehende Bewegung. Damit ein solcher Motor funktionieren kann, müssen die Spulen des Kommutators mit den Festmagneten synchronisiert werden, damit sich die Magnetfelder ständig gegenüberstehen. Dies erfordert eine elektronische Steuerung oder einen Mikroprozessor, der die Stromzufuhr zu jeder elektromagnetischen Spule koordiniert.

Bis auf ein defektes Sensorkabel habe ich bisher in drei Jahren keinen einzigen meiner Motoren zerstört und bin mit der Leistung sehr zufrieden. Für 1:8 Buggies ist in der Regel ein 1900KV Motor Standard und vollkommen ausreichend. Auf unserem Kunstrasen muss sogar ein 1900KV vom Drehmoment heruntergeregelt werden, wenn man nicht ständig Wheelies machen möchte und alle vier Räder während dem Beschleunigen auf dem Boden lassen möchte. Ich werde in all meinen Modellen Tekin T8 Gen3 Motoren. Dies sind Wettbewerbsmotoren welche auch von vielen professionellen Fahrern in den USA eingesetzt werden. Paart man diese Motor mit einer ESC von Tekin kreiert man ein kleines Monster, welches einen ruhigen Gasfinger benötigt.

Vereinfacht gesagt gibt der KV Wert die Umdrehungen pro Volt an. Betreibt man also einen 4S Akku mit einem 1900KV Motor hat dieser eine geringere Rotorgeschwindigkeit als ein 2500KV Motor. Da auf Kunstrasen jedoch mehr Grip als gewünscht vorhanden ist, fährt man sich mit einem 2500KV Motor bei uns auf Dauer die Reifen schneller profillos als mit einem 1900KV Motor. Für Hotlaps mit einem neuen Satz Reifen und einem 2500KV Motor hat man so natürlich einen grossen Vorteil gegenüber einem 1900KV Motor was die Rundenzeit angeht. Der 2500KV Motor wird durch die höheren Umdrehungen und den hohen Grip jedoch auch viel schneller warm sodass man ohne Kühlung beispielsweise schneller einen defekten Motor haben wird als ein Motor vom gleichen Hersteller mit nur 1900KV. Ich jedenfalls kann selbst meinen 1900KV Motor nicht mit vollem Drehmoment fahren da dieser immernoch zuviel Power für den Untergrund hätte.

Ritzel

Das Ritzel ist ein kleines Zahnrad, welches direkt am Motor befestigt wird und das Mitteldifferential antreibt. Das Mitteldifferential wiederum verteilt die Kraft des Motors über die Antriebswellen auf das Vorder- und Hinterdifferential welches über die Kardanwellen an die Räder übertragen wird. Wie man aus dieser Kombination schon absehen kann, hat die Grösse des Ritzels einen erheblichen Einfluss auf die Kraft welche auf die Räder übertragen wird. Nehmen wir für das Beispiel an, dass die Zähne am Hauptzahnrad des Mitteldifferentials gleich sind und nicht verändert werden. Verwendet man jetzt ein Ritzel mit z.B. 15 Zähnen erreichen wir bei Vollgas irgendwann die maximale Endgeschwindigkeit welche mit den 15 Zähnen erreicht werden kann und einer bestimmten Beschleunigung. Stellt man jetzt das Ritzel um auf eins mit 14 Zähnnen so erhält man eine geringere Endgeschwindigkeit und dafür mehr Drehmoment und somit eine schnellere Beschleunigung des Models. Analog dazu wäre ein 16er Ritzel welches uns eine höhere Endgeschwindigkeit bringt aber weniger Drehmoment. Jedes Modell hat unterschiedliche Übersetzungen aufgrund der Anzahl des Hauptzahnrads und des vorderen und hinteren Differentials. Die Theorie ist jedoch bei allen die gleiche. Um herauszufinden welches Ritzel geeignet ist für euer Model, müsst ihr letzendlich wissen wie lang die längste Gerade auf unserer Strecke ist auf der ihr Vollgas geben könnt. Anhand dieser Angabe könnt ihr für euer Fahrzeug das richtige Ritzel berechnen. Viele Hersteller liefern heutzutage auch Empfehlungen ab für ihre Modelle und sagen für die längste Gerade: 10-20m Ritzel X und 20-30m Ritzel Y etc.

ESC

Das Herzstück eines jeden eBuggies ist die ESC - Electronic Speed Controller. Die Hauptaufgabe der ESC besteht darin die Motordrehzahl zu regeln. Moderne ESC's haben viele verschiedene Einstellmöglichkeiten, welche schlussendlich Einfluss auf das Fahrverhalten nehmen. Passend zu meinen Tekin T8 Gen3 1900KV Motoren habe ich auch in jedem Model die dazugehörige Tekin RX8 Gen3 ESC verbaut. Im folgenden möchte ich kurz auf die wichtigsten Einstellungen eingehen welche bei anderen ESC's ggf. einen anderen Namen haben.

Zunächst ein paar Worte warum ich diese ESC so liebe.